19. Berliner Gespräch: Der Wert des Bodens
19. Berliner Gespräch: Der Wert des Bodens
Franka Hörnschemeyer, Trichter, Dresden, 2011, Fotograf: David Brandt, Dresden

06.12.14
Deutsches Architektur Zentrum DAZ

Am Samstag, dem 6. Dezember 2014 findet im DAZ das 19. Berliner Gespräch des BDA statt, das sich traditionell architektonischen Themen zwischen Theorie und gesellschaftlichem Bezug widmet.

In diesem Jahr sind der Philosoph Hajo Eickhoff (Berlin), die Journalistin Natalie Itz von Mildenstein (Dresden/Berlin), die Künstlerin Franka Hörnschemeyer (Berlin), der Geowissenschaftler Günter Miehlich (Hamburg) und der Wirtschaftswissenschaftler Christoph Zöpel (Bochum) geladen.

Jedes Haus braucht einen Grund: Der Boden ist der natürliche Siedlungsplatz des Menschen. Er bietet die unverzichtbare Basis für die Ernährung,für das Wohnen, das Arbeiten und für die Erholung. Fast jede menschliche Tätigkeit ist mehr oder weniger mit einer Nutzung des Bodens verbunden.

Und zugleich hat er neben seinem materiellen Wert einen mentalen: Mit dem Boden verbinden sich auch Heimatgefühle und geschichtliche Identifikation. Dennoch hat der Lauf der Zeit dazu geführt, dass der Boden nicht jedermann und nicht für jeden Zweck gleichermaßen und frei zur Verfügung steht. Für Rousseau war die Einführung des Besitzums am Boden eine der wesentlichen Ursachen für die Ungleichheit unter den Menschen. Die Spekulation, die sich in immer deutlicherer Weise des nicht vermehrbaren Gutes des Bodens bemächtigt hat, verhindert mitunter die freie Entfaltung des individuellen und des kollektiven Handelns in der Gesellschaft.

So ist das Wohnen in manchen Metropolen inzwischen nur noch ein eingeschränktes Grundrecht. Und die immer umfassendere Aneignung der Erdoberfläche durch den Menschen könnte den Boden selbst zu einer schwindenden Ressource werden lassen. Das Berliner Gespräch 2014 widmet sich mit interdisziplinären Beiträgen und Diskussionen den unterschiedlichen Aspekten dieser oftmals unterschätzten Lebensgrundlage des Menschen und der Architektur.


Vorträge:

Einführung
Prof. Andreas Denk, Chefredakteur der architekt, Berlin / Bonn

Boden, Raum und Haus
Dr. Hajo Eickhoff,
Philosoph, Berlin

Der Boden der Stadt
Prof. Dr. Günter Miehlich
, Geowissenschaftler, Hamburg

heimat | boden | los - Leben im Tagebau
Natalie Itz von Mildenstein, Journalistin, Dresden / Berlin

Im Boden
Prof. Franka Hörnschemeyer, Künstlerin, Berlin

Die Verfügbarkeit des Bodens
Prof. Dr. Christoph Zöpel, Wirtschaftswissenschaftler, Bochum

Spekulation vs. Allmende
Eine Diskussion mit Heiner Farwick, Prof. Dr. Christoph Zöpel, Frauke Burgdorff, Prof. Andreas Denk und Fragen aus dem Publikum


Moderation

Frauke Burgdorff,
Vorständin Montag Stiftung Urbane Räume, Bonn
Prof. Andreas Denk, Chefredakteur der architekt, Berlin / Bonn

Programm
Die Einladungskarte als PDF zum Download

Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenfrei.
Um Anmeldung wird über das Online-Anmeldeformular www.bda-bund.de/berliner-gespraech bis zum 2.12.2014 wird gebeten.


Termin: 6.12.2014, 10.00-17.00 Uhr
Ort: Deutsches Architektur Zentrum DAZ, Köpenicker Straße 48/49, Taut-Saal, 2. Hinterhof, 10179 Berlin



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