Prämierte Architektur
Schloss Rochlitz - Sanierung Fürsten- und Querhaus
Schloss Rochlitz - Sanierung Fürsten- und Querhaus
Schloss Rochlitz - Sanierung Fürsten- und Querhaus
Titel:Schloss Rochlitz - Sanierung Fürsten- und Querhaus
Ort:Rochlitz
Architekten:Pfau Architekten, Dresden
Bauherr:Freistaat Sachsen, vertreten durch Staatsbetrieb SIB Niederlassung Chemnitz

 

Architektur-Preis des BDA Sachsen 2013

Anerkennung

Die Sanierung des Fürsten- und Querhauses von Schloss Rochlitz stellte die Architekten vor eine hochkomplexe und schwierige Aufgabe. Zahlreiche bauliche Schichten und Überlagerungen aus achthundert Jahren Baugeschichte mit unterschiedlichsten Nutzungen, konstruktive Mängel, die die Statik großer Gebäudebereiche gefährdeten, Anforderungen der Denkmalpflege und schließlich zum Teil vollendete Tatsachen, die durch frühere Umbauplanungen anderer Architekten geschaffen wurden, waren zu bewältigen, um aus der Anlage ein modernes Museum zu machen.
Anerkennung verdienen die Architekten für das Fingerspitzengefühl und die Zurückhaltung, mit der sie das Projekt realisiert haben. Neue Einbauten sind klar ablesbar, ordnen sich in Ästhetik und Material aber dem Bestand unter. Im Museumsfoyer indes will sich die Summe der Teile nicht recht zu einem schlüssigen Ganzen fügen – möglicherweise aufgrund der vorgefundenen früheren Eingriffe. Auch die Tendenz, der musealen Baugeschichtspädagogik den Vorrang zu geben – wie etwa im Tafelsaal, wo mit hohem Aufwand Fragmente der abgehängten Decke aus einer späteren Bauphase konserviert wurden – gereicht der Raumwirkung nicht überall zum Vorteil. Am besten sind die Eingriffe dort, wo sie trotz erheblicher konstruktiver Nachbesserungen zur Sicherung der Standfestigkeit so gut wie unsichtbar bleiben und nur die eindrucksvolle historische Architektur zu Wirkung kommen lassen.

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